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Spurenelemente

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Spurenelemente kommen im menschlichen Organismus nur in ganz kleinen Mengen vor, erfüllen aber trotzdem wichtige Stoffwechselaufgaben. Der Körper kann sie selbst nicht herstellen. Daher müssen sie über die Nahrung und das Trinkwasser zugeführt werden. Zu den Spurenelementen zählen beispielsweise Eisen, Kupfer, Zink, Selen, Chrom und andere 1. Bitte beachten Sie, dass eine übermäßige Zufuhr an Spurenelementen (Einnahme von Supplementen) Vergiftungen hervorrufen kann2. Zu den wichtigsten Spurenelementen im Zusammenhang mit MS zählen besonders Kupfer, Selen und Zink. Daher kommt ihnen in der Ernährung bei MS eine besondere Bedeutung zu.

Kupfer

Kupfer ist Bestandteil verschiedener Enzyme und Eiweiße. Enzyme sind lebensnotwendig, da sie für viele Stoffwechselvorgänge im Körper unabdingbar sind. Kupfer ist unter anderem an der Bildung von Bindegewebe, am Abbau von Stresshormonen und am Eisenstoffwechsel beteiligt. Außerdem unterstützt es das Immunsystem und sorgt für eine reibungslose Funktion der antioxidativen Abwehr3.

Empfohlene tägliche Zufuhr
15 -> 65-jährig 1,0-1,5 Milligramm (mg) pro Tag

Quelle: DGE, ÖGE; SGE (2015). DACH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. (2.Auflage, 1.Ausgabe 2015). Frankfurt: Umschau/Braus(4)

Nahrungsmittel, die Kupfer enthalten sind vor allem Getreideprodukte aber auch grüne Gemüse, Fische, Nüsse, Hefeflocken, Kakao, Schokolade, Kaffee und Tee 4,5.

Selen

Ein Mangel am Spurenelement Selen kann bei MS-Betroffenen häufig nachgewiesen werden – auf eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung sollten Sie daher besonders achten6,7. Selen ist einerseits wichtiger Bestandteil antioxidativer Enzyme und wirkt andererseits selbst antioxidativ. Zusätzlich unterstützt es die Entgiftung von Schwermetallen3. Besonders selenreiche Lebensmittel die sich für MS Betroffene günstig auswirken sind Fisch, Pilze und Hülsenfrüchte2.

Empfohlene tägliche Zufuhr
15 -> 65-jährig 30-70 Mikrogramm (μg) pro Tag

Quelle: DGE, ÖGE; SGE (2015). DACH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. (2.Auflage, 1.Ausgabe 2015). Frankfurt: Umschau/Braus(4)

Zink

Zink ist wie Kupfer wichtiger Bestandteil von Enzymen und notwendig für eine normale Funktion des Stoffwechsels. In Studien wurde gezeigt, dass bei Autoimmunerkrankungen – wie einer MS Erkrankung – häufig ein Zinkmangel auftritt8. Zink ist beispielsweise am Vitamin A-Stoffwechsel und damit auch am Nachtsehen beteiligt, es ist bedeutend für die Wundheilung und das Immunsystem sowie für das Wachstum. Außerdem nimmt es an der Abwehr von schädigenden Sauerstoffradikalen teil3. Ein Zink-Mangel kann auch die Entstehung von Druckstellen, welche im Verlauf der MS-Erkrankung durch langes Liegen oder Sitzen auf der gleichen Körperstelle auftreten können, vermindern7. Zinkreiche Lebensmittel die für MS Betroffene empfohlen sind, sind Käse wie Edamer oder Gouda, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und Hefeflocken2. Fleisch ist ebenfalls als zinkreich einzustufen, beschränken Sie trotzdem die Zufuhr auf 2 Portionen pro Woche aufgrund der hohen Arachidonsäurewerte.

Empfohlene tägliche Zufuhr (Miligramm pro Tag)
Männer Frauen
15 -> 65-jährig 10 7

Quelle: DGE, ÖGE; SGE (2015). DACH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. (2.Auflage, 1.Ausgabe 2015). Frankfurt: Umschau/Braus(4)

Autor: FH-Joanneum, Studiengang Diätologie und Verband der Diaetologen Österreichs

Die AutorInnen sind für die Inhalte ihrer Beiträge selbst verantwortlich. Novartis Pharma GmbH übernimmt keine Gewähr oder Haftung für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Inhalte dieser Fremdbeiträge.

Referenzen:

1 Kasper H, Burghardt W. Ernährungsmedizin und Diätetik. 11. Auflage. München: Urban & Fischer; 2009.

2 Elmadfa I, Meyer AL. Ernährungslehre. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Verlag, Eugen Ulmer; 2015. 304 S. (UTB Ernährungswissenschaften, Diätologie, Okotrophologie, Biologie, Pharmazie).

3 Ekmekcioglu C. Die Bedeutung der Spurenelemente Eisen, Kupfer, Selen und Zink für die Ernährungsmedizin. In: Ernährungsmedizin. 3., überarb. und erw. Aufl., Lizenzausg. Köln: Dt. Ärzte-Verl; 2009. S. 208–24.

4 D-A-CH –Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 2. Auflage, 1. Auflage 2015. 2015.

5 Biesalski H-K, Bischoff SC, Pirlich M, Weimann A, Adolph M, Arends J, u. a., Herausgeber. Ernährungsmedizin: nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag; 2018. 1064 S.

6 Socha K, Kochanowicz J, Karpińska E, Soroczyńska J, Jakoniuk M, Mariak Z, u. a. Dietary habits and selenium, glutathione peroxidase and total antioxidant status in the serum of patients with relapsing-remitting multiple sclerosis. Nutr J [Internet]. Dezember 2014 [zitiert 14. April 2018];13(1). Verfugbar unter: http://nutritionj.biomedcentral.com/articles/10.1186/1475-2891-13-62

7 Schwarz S, Leweling H. Multiple sclerosis and nutrition [Internet]. 2005 [zitiert 4. Oktober 2018]. Verfügbar unter: http://msj.sagepub.com/content/11/1/24.short

8 Sanna A, Firinu D, Zavattari P, Valera P. Zinc Status and Autoimmunity: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients. 11. Janner 2018;10(1):68.

Quelle: Broschüre „Ernährung bei Multipler Sklerose“, S. 24-25


, Veröffentlicht in: PatientInnen, Angehörige
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